Tag 6 & 7: Unerwartetes Wetter und überwältigende Emotionen

Rio de Janeiro bedeutet übersetzt „Fluss des Januars“ und hat seinen Ursprung am 1. Januar 1502, als Gaspar de Lemos die Bucht entdeckte und irrtümlich davon ausging, dass es sich um die Mündung eines großen Flusses handelt.

Die Stadt in der wir uns seit Tagen befinden und die mich durch ihre Vielfältigkeit und Freundlichkeit sehr beeindruckt hat, zeigte sich allerdings nicht von ihrer schönsten Seite. REGEN – ja ihr habt richtig gehört – REGEN in Rio de Janeiro. Unsere brasilianische Reiseführerin Claudia kann es sich auch nicht erklären und wird nicht müde uns klarzumachen, dass sie so was auch noch nicht erlebt hat.

Wer an Rio denkt, der denkt an die große Christus Statue mit ihren ausgestreckten Armen und dem wachenden Blick auf ihre Stadt. Wir wollten eigentlich diesen wunderschönen Ort besuchen, mussten aufgrund des schlechten Wetters allerdings klein bei geben und den Besuch auf einen andern Tag verschieben. Dennoch konnten wir den beeindruckenden Regenwald in und um Rio besichtigen, der durch seine allgegenwärtige Präsenz den Charme dieser Stadt besonders prägt.

P1040736

Dann war es soweit und der Eröffnungsgottesdienst des Weltjugendtages stand vor der Tür. Die Stadt hatte sich merklich mit Gruppen aus aller Welt gefüllt und Länderflaggen sowie fröhliche Gesänge der Pilgergruppen füllten die Straßen mit unwahrscheinlich viel Leben aus.

DSC02892

Die Copacabana, über 4 Kilometer lang und einer der berühmtesten Strände der Welt sollte Ort des Eröffnungsgottesdienstes mit dem Erzbischof von Rio de Janeiro, Orani João Tempesta, sein. 20 riesige Videoleinwände wurden aufgestellt, um allen Pilgern den Blick auf die Bühne zu ermöglichen.

DSC02864

Für uns war klar, dass wir zum einen im Feldanzug zu dieser Veranstaltung gehen werden und mit Stolz unsere Fahnen bei uns tragen werden. Was dann geschah, war mehr als sich jeder von uns hätte erträumen können.

DSC02879

Wir kamen nur im Schritttempo voran, da permanent Menschen aus aller Welt Fotos mit uns machen wollten. Freundliches Lächeln, Umarmungen und durchweg positive Reaktionen auf uns als deutsche Soldaten waren unwahrscheinlich beeindruckend. „Allemagne, Allegmagne“ hörten wir aus allen Ecken und fühlten welchen Stellenwert unser Land als auch die deutsche Armee im Ausland genießt.

DSC02927

Verschiedene Sänger, Gebete und eine tolle Atmosphäre bildeten der Rahmen, als die Sonne an der Copacabana unterging und das Kreuz des Weltjugendtages und eine Marienikone auf die Bühne getragen wurde. Und dann begann der Gottesdienst des Erzbischof von Rio des Janeiro, dessen Atmosphäre sich schwer mit Worten beschreiben lässt. Obwohl in einer anderen Sprache gesprochen war alles so klar und die Menschen verschiedenster Nationen mit unterschiedlichsten Sprachen wirkten in diesen Momenten vereint und glücklich. Ein Zustand, den man auf vielen Orten dieser Welt leider vergebens sucht.

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter leider nicht geändert aber der Besuch des Botanischen Gartens von1808 zeigt uns die Vielfalt der Vegetation in Brasilien und die Schönheit dieses Landes.

P1040752

Das Programm des Weltjugendtages hatte sehr viel zu bieten und so entschieden sich die Pilger sehr individuell ihren Interessen an Katechesen, Gottesdiensten oder Diskussionsrunden nachzugehen. Der Weltjugendtag ist jetzt in vollem Gange und die Stadt ist erfüllt mit Freude, Freundlichkeit und positiven Emotionen. Es ist einfach toll hier dabei zu sein am anderen Ende der Welt.

P1040766

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s